Aktuell/Gentechnik in der Landwirtschaft
Gentechnisch veränderte Pflanzen stellen eine Bedrohung für die gesamte Umwelt dar, und sind nicht nur eine Gefahr für Ökobetriebe.
Wissenschaftler und Forschungsprojekte haben gezeigt, dass der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft mit großen Gefahren und unabsehbaren Risiken verbunden ist:
- Genmanipulierte Pflanzen und Organismen zeigen außerhalb der Forschungslabore häufig völlig unerwartete Eigenschaften.
- Durch „Horizontalen Gentransfer” können sich manipulierte Gene in der freien Natur ungewollt und unkontrolliert verbreiten.
- Herbizidresistente Gen-Pflanzen ermöglichen den Einsatz von Unkrautvernichtern, die alle anderen Pflanzen vernichten. Das gefährdet nicht nur bestimmte Pflanzenarten, sondern auch die von diesen Pflanzen abhängigen Tiere, wie z.B. Insekten und Vögel. Der Einsatz der Gentechnik in den USA z.B. hat bereits zur steigenden Verseuchung des Grundwassers, zum Rückgang der Artenvielfalt und der Verarmung der Böden geführt. Die Bildung besonders resistenter Unkräuter wird hingegen gefördert.
- Pflanzen, die gentechnisch so verändert wurden, dass sie ein Insektengift produzieren, können auch andere Lebewesen und Nützlinge schädigen.
- Durch Auskreuzung können Gene, und damit Eigenschaften von genmanipulierten Kulturpflanzen, auf nah verwandte Wildarten übertragen werden, so dass auch diese gefährdet sind.
- Gen-Mikroorganismen können das Bodenleben massiv stören.
- Genmanipulation an Tieren verursacht Krankheit und Leid.

Genmanipulierte Lebensmittel bergen unabsehbare Risiken, z.B. das Entstehen neuer Allergien durch eingeschleuste Gene oder neue, gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe in den Nutzpflanzen. Auf Darmbakterien und Krankheitserreger können zum Beispiel Antibiotikaresistenzgene übertragen werden. Und dadurch können Antibiotika gegen wichtige Krankheitserreger unwirksam werden.
Blütenpollen kennen keine Grenzen und fliegen zum Teil kilometerweit. Es gibt keine natürlichen Barrieren zwischen den Feldern. Die Nutzung der Gentechnik in der Landwirtschaft gefährdet somit massiv den ökologischen Landbau.
Gentechnik ist und bleibt also eine Risikotechnologie, da das Einschleusen neuer Gene in Pflanzen oder Tiere praktisch ein „Probieren” ist. Es ist technisch unmöglich einzelne Gene exakt auszuwählen und sie präzise in der DNS (Erbgut) zu platzieren.
So können Fehler bei der Einschleusung von Genen zu Katastrophen führen, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können.
Ob sich der Einsatz von Gentechnik in Landwirtschaft durchsetzen wird, hängt davon ab, ob Sie als Verbraucher weiterhin gentechnikfreie Produkte kaufen.
Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft und auch Lebensmittel mit der Aufschrift „Gentechnik-frei“ dürfen keine gentechnisch veränderten Zutaten enthalten




